Das Mofa ist das klassische Einsteigerfahrzeug für 15-Jährige. Rechtlich ist die Mofa-Prüfbescheinigung kein Führerschein, aber ohne sie darfst du nicht fahren.
Das Wichtigste in Kürze
Für Mofas bis 25 km/h brauchst du eine Mofa-Prüfbescheinigung – ab 15 Jahren.
Es gibt nur eine theoretische Prüfung, keine praktische.
Wer vor dem 1. April 1965 geboren ist, braucht keine Prüfbescheinigung.
Was ist ein Mofa?
Ein Mofa ist ein einsitziges, zweirädriges Kleinkraftrad mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Auch bestimmte E-Bikes und Elektro-Mofas fallen darunter, wenn sie ohne Treten mehr als 6 km/h fahren. Pedelecs, die nur beim Treten bis 25 km/h unterstützen, brauchen dagegen keine Prüfbescheinigung.
Voraussetzungen
Du musst mindestens 15 Jahre alt sein. Für Minderjährige ist die Zustimmung der Eltern nötig. Einen Erste-Hilfe-Kurs oder Sehtest brauchst du für die Mofa-Prüfbescheinigung nicht.
Ausbildung und Prüfung
Die Ausbildung findet in einer Fahrschule statt und besteht aus Theorieunterricht und einer praktischen Unterweisung. Am Ende legst du nur eine theoretische Prüfung ab. Eine praktische Prüfung gibt es nicht. Die Prüfung findet bei der Technischen Prüfstelle statt.
Mofa oder doch AM?
Mit 25 km/h bist du im Stadtverkehr oft langsamer als der Verkehr um dich herum. Viele entscheiden sich deshalb ab 16 für Klasse AM mit 45 km/h. Die Mofa-Prüfbescheinigung ist dafür aber eine gute Vorbereitung: Du kennst schon die Grundregeln und die Theoriefragen.
Mofa und Prüfbescheinigung
Ein Mofa ist ein einsitziges Fahrzeug mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Für das Fahren brauchst du keinen Führerschein, sondern eine Mofa-Prüfbescheinigung. Diese bekommst du nach einer Ausbildung in der Fahrschule und einer theoretischen Prüfung. Eine praktische Prüfung gibt es nicht, aber die Fahrschule bestätigt, dass du an der praktischen Ausbildung teilgenommen hast.
Wer keine Prüfbescheinigung braucht
Wer vor dem 1. April 1965 geboren ist, darf Mofa auch ohne Prüfbescheinigung fahren. Ebenso brauchen Inhaber eines Führerscheins keine zusätzliche Bescheinigung, denn das Mofa ist in allen Führerscheinklassen enthalten. Für alle anderen ist die Prüfbescheinigung Pflicht.
Helm und Versicherung
Auch auf dem Mofa gilt die Helmpflicht. Außerdem braucht jedes Mofa ein Versicherungskennzeichen, das jedes Jahr zum 1. März gewechselt wird. Ohne gültiges Versicherungskennzeichen darfst du nicht fahren. Prüfe auch, ob das Fahrzeug technisch in Ordnung ist: Bremsen, Licht und Reifen.
Typische Fehler mit dem Mofa
Ein häufiges Problem ist das „Frisieren“: Wer die Höchstgeschwindigkeit eines Mofas technisch erhöht, fährt ein Fahrzeug, für das die Mofa-Prüfbescheinigung nicht mehr ausreicht. Das ist Fahren ohne Fahrerlaubnis und kann eine Straftat sein. Außerdem erlischt die Betriebserlaubnis und der Versicherungsschutz kann wegfallen.
Vom Mofa zum Roller
Viele steigen nach ein oder zwei Jahren vom Mofa auf einen Roller der Klasse AM um. Die Mofa-Ausbildung ist dabei eine gute Grundlage, weil du schon Erfahrung im Straßenverkehr gesammelt hast. Für AM machst du aber eine eigene Ausbildung mit praktischer Prüfung.
Checkliste Mofa-Prüfbescheinigung
Mindestens 15 Jahre alt
Anmeldung in einer Fahrschule
Theorieunterricht und praktische Unterweisung
Theoretische Prüfung
Prüfbescheinigung mitführen
Mofa mit gültigem Versicherungskennzeichen und Helm
Beispiel aus der Praxis
Noah ist 15 und möchte mit dem Mofa zur Schule fahren. Er meldet sich in der Fahrschule an, besucht den Unterricht, übt auf dem Übungsplatz und besteht die theoretische Prüfung. Seine Eltern kaufen ein gebrauchtes Mofa und ein Versicherungskennzeichen. Ab jetzt ist er morgens deutlich schneller als mit dem Bus.
Mofa oder E-Bike?
Pedelecs, also Fahrräder mit Motorunterstützung bis 25 km/h, gelten rechtlich als Fahrräder. Dafür brauchst du keine Prüfbescheinigung, keinen Helm und kein Kennzeichen, auch wenn ein Helm dringend empfohlen ist. S-Pedelecs mit Unterstützung bis 45 km/h sind dagegen Kleinkrafträder und erfordern Klasse AM. Für viele Jugendliche ist ein Pedelec eine Alternative zum Mofa.
Mofa in der Praxis
Mofas sind langsamer als der übrige Verkehr. Das macht sie auf größeren Straßen verwundbar. Wähle deshalb möglichst ruhige Strecken, fahr gut sichtbar und mit Licht. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, steigt später oft auf einen Roller mit AM um.
Theorieprüfung für das Mofa
Die Prüfung für die Mofa-Prüfbescheinigung ist eine theoretische Prüfung am Computer, ähnlich wie bei den Führerscheinklassen. Die Fragen stammen aus dem amtlichen Fragenkatalog. Gefragt werden Verkehrsregeln, Vorfahrt, Verkehrszeichen und Gefahrenlehre. Wer regelmäßig mit einer Lern-App übt, hat gute Chancen, beim ersten Versuch zu bestehen.
Was ein Mofa technisch ausmacht
Ein Mofa hat höchstens 25 km/h Höchstgeschwindigkeit und einen Sitzplatz. Viele moderne Mofas sind gedrosselte Roller oder Elektroroller. Prüfe beim Kauf die Fahrzeugpapiere: Dort steht, ob das Fahrzeug als Mofa eingetragen ist.
Häufige Fragen
Brauche ich einen Helm?
Ja. Auf dem Mofa gilt Helmpflicht.
Darf ich jemanden mitnehmen?
Nein. Mofas sind einsitzig.
Brauche ich ein Kennzeichen?
Ja, ein Versicherungskennzeichen, das jedes Jahr erneuert wird.
Darf ich mit dem Mofa auf dem Radweg fahren?
Nur außerorts und nur, wenn das durch ein Zusatzzeichen erlaubt ist. Innerorts fährst du auf der Fahrbahn.
Gibt es eine Probezeit für das Mofa?
Nein, für die Mofa-Prüfbescheinigung gibt es keine Probezeit.
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Stand: Oktober 2026, ohne Gewähr. Dieser Ratgeber beschreibt die allgemeine Rechtslage und den üblichen Ablauf. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorschriften und die Angaben deiner Führerscheinstelle.
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